Endokrinologie

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Das Fachgebiet Endokrinologie beinhaltet Krankheiten und Funktionsstörungen von Drüsen. Diese produzieren lebenswichtige Hormone, die dann in die Blutbahn abgegeben werden und die Stoffwechselprozesse im Körper beeinflussen und regulieren.

Hormonelle Störungen:

  1. der Schilddrüse
  2. der Nebenschilddrüsen
  3. der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)
  4. der Nebennieren
  5. der Sexualdrüsen von Mann (Hoden) und Frau (Eierstöcke) sowie
  6. Knochenstoffwechselstörungen stehen im Mittelpunkt der Endokrinologie.
  7. Diabetes mellitus

zu 1

Schilddrüsenerkrankungen:
Schilddrüsenvergrößerung (Struma oder Kropf) Schilddrüsenknoten, Schilddrüsenzysten, Schilddrüsenkarzinom Schilddrüsenüberfunktion (Morbus Basedow, autonomes Adenom („heißer Knoten“)) Schilddrüsenunterfunktion (z.B. als Folge von Autoimmunerkrankungen, häufig nach Thyreoiditis, Schilddrüsenentzündung)

zu 2

Nebenschilddrüsenerkrankungen die mit zu viel oder zu wenig Calcium im Blut bei Hypoparathyreoidismus oder Hyperparathyreoidismus einhergehen

zu 3

Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)
Akromegalie (übermäßig große (End-)Gliedmaßen) und Riesenwuchs Cushing-Syndrom, Morbus Cushing (Hyperkortisolismus: überproduktion an Cortison (s. a. Nebenniere) mit der Folge von Übergewicht) Prolaktinome Hormoninaktive Tumoren Panhypopituitarismus (Ausfall der Hirnanhangsdrüse) oder Unterfunktionen (zum Beispiel nach Operationen)

zu 4

Erkrankungen der Nebennieren
Cushing-Syndrom = Hyperkortisolismus :Überproduktion an Cortison (s. a. Hypophyse), dadurch bedingt Übergewicht oder medikamentös bedingt durch zu hohe Einnahme von Glukokortikoiden Hyperaldosteronismus bei Conn Syndrom = Überproduktion an Aldosteron (dadurch bedingt Hochdruck) Tumoren der Nebennieren ohne Hormonaktivität
Morbus Addison = Mangel an Nebennierenrindenhormonen mit Leistungsschwäche
Adrenogenitales Syndrom = Vermännlichung der primären und sekundären
Geschlechtsmerkmale bei Frauen Phäochromozytom (mögliche Ursache für Hochdruck)

zu 5

Hirsutismus (vermehrte Behaarung)
bei Frauen zum Beispiel bei Hyperinsulinismus und polyzystischen Ovar (PCO-Syndrom) Überschuss oder Mangel an Sexualhormonen z.B. vermehrte Behaarung (Hirsutismus) oder Testosteronmangel, Verweiblichung, Virilismus Störungen des Sexualhormonstoffwechsels, die eine erektile Dysfunktion, Zyklusstörungen, Hirsutismus oder Haarausfall und Leistungsschwäche sowie Adynamie verursachen können

zu 6

Osteoporose
als häufige Knochenerkrankung z.B. in den Wechseljahren primär (ohne erkennbare zugrundeliegende Ursache) oder sekundär im Gefolge einer Grundkrankheit oder als Folge einer medikamentösen Therapie

zu 7

I Typ 1-Diabetes
II Typ 2-Diabetes
III andere Diabetesformen
A) genetische Defekte in der β-Zellfunktion
B) genetische Defekte der Insulinwirkung
C) Endokrinopathien: Cushing-Syndrom, Akromegalie, Phäochromozytom, Hyperthyreose u.a.
D) chronische Pankreatitis
E) Medikamentös induziert, z.B. Glukokortikoide, Schilddrüsenhormone, Thiazide u.a.
F) Infektionen, z.B. CMV, kongenitale Rötelninfektion
IV Gestationsdiabetes